Das Ende der Weihnachtswünsche

Alles begann in jener Nacht, als …

Klein-Lukas seine erste Wunschliste schrieb. Also eigentlich hatte er sie nur diktiert, geschrieben hat die Oma und die Oma hatte viel zu schreiben. Denn Klein-Lukas wollte ALLES. Bekam er aber nicht. Dafür bekam er Dinge, die in ALLES nicht einbegriffen waren, wie zum Beispiel komplett unnötige Pullover.

So kam in den Jahren darauf die Idee der Nicht-Wünsche hinzu: KEINE PULLOVER! Es folgte die schmerzliche Einsicht, dass seine Eltern ihn anscheinend nicht genug liebten, um ihm ALLES und KEINE PULLOVER zu schenken.

Also musste dafür gesorgt werden, in Zukunft zumindest die wichtigsten Dinge zu bekommen. Aus diesem Grund und der Tatsache, dass er seine Wunschliste inzwischen selber schreiben musste, wurde sie im nächsten Jahr deutlich kürzer. Tamagotchi, Jojo, Pokemon, Scooter: Nur die trendigsten aller Geschenke, die Grundlagen jeglicher Beliebheit, überlebten diesen knallharten Auswahlprozess.

Weihnachten kam und Klein-Lukas wurde bewusst, welch schrecklichen Geschmack Eltern, bei der Geschenkewahl, haben und das die Sache mit dem Pullover, wohl doch kein Zufall war. In seiner Verzweilfung folgte eine letzte, drastische Wunschlistenänderung. Sie enthielt jetzt nur mehr einen Wunsch, der dick eingerahmt wurde: GELD.

Weihnachten kam, Klein-Lukas starrte verwirrt auf seinen neuen Pullover, fragte sich was Erwachsene an Geld so schrecklich fanden und ließ das Wunschlisten schreiben sein.

luKas

P.S: An meinen 3 jüngeren Geschwistern lassen sich die Stadien ALLES, WICHTIGES, GELD noch perfekt ablesen.

2 Responses

  1. Hart

  2. *schluchz* herzerweichende geschichte

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